1. Zwei Interventionsbrunnen Höhe Mäder

Zwei Interventionsbrunnen Höhe Mäder

Unmittelbar hinter dem Hochwasserschutzdamm des Rheins in Mäder, Höhe des Tennisplatzes, werden zwei temporäre Interventionsbrunnen gegraben.
Zwei Interventionsbrunnen Höhe Mäder

Die Bauarbeiten finden zwischen dem 10. und dem 15. Juni statt. Bei größeren Hochwassern helfen die Brunnen dabei, einen übermäßigen Anstieg des Grundwasserspiegels zu verhindern.

Flusssohle wurde durchlässiger

Im April fand Höhe Kriessern / Mäder ein Dekolmationsversuch im Rhein statt. Dabei wurde die Flusssohle auf rund 150m Länge kontrolliert aufgerissen. Die natürlich abgedichtete Flusssohle (Kolmation) wurde durch die Baggerung durchlässiger. Somit konnte mehr Flusswasser ins Grundwasser strömen und der Grundwasserspiegel im Rheinvorland stieg an. Wenn der Rhein – wie jetzt aktuell mit dem Schmelzwasser – viele Sedimente mit sich führt, wird dieser Effekt mit der Zeit wieder rückgängig gemacht. Die Flusssohle wird bereits wieder abgedichtet.

Interventionsbrunnen als Vorsichtsmaßnahme

Bis dieser natürliche Prozess abgeschlossen ist, verhindern die zwei neuen Interventionsbrunnen, dass der Grundwasserspiegel bei Hochwasser übermäßig ansteigt. „Bereits vor Beginn des Dekolmationsversuchs hatten Berechnungen gezeigt, dass wir bei entsprechender Sohlendurchlässigkeit Interventionsbrunnen benötigen. Die ersten Modellrechnungen mit den aktuellen Datenaufzeichnungen bestätigten, dass dies der Fall ist“, erklärt Bernhard Valenti, der zuständige Projektleiter und ergänzt „Die Brunnen werden nur während einer Hochwassersaison, welche bis Ende Oktober dauert, benötigt. Danach können sie komplett rückgebaut werden.“

Die Pumpen in den Brunnen nehmen ihren Dienst bereits bei einer Abflussmenge von rund 500 m3/s auf. Auch das ist eine Vorsichtsmaßnahme, damit der Grundwasserkörper vor einem allfälligen Hochwasser nicht volllaufen kann. Insgesamt können 80 Liter pro Sekunde gepumpt werden.

Auf der Schweizer Rheinseite sind keine Interventionsbrunnen notwendig. Das Rheinvorland ist dort breiter und dient als Puffer. Auf der österreichischen Rheinseite ist das bebaute Gebiet näher am Rhein.

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