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Mäder ist Gemeinwohlgemeinde

Pioniere in Österreich: Die Gemeinden Mäder und Nenzing sind die ersten Kommunen in ganz Österreich, die eine Gemein­wohlbilanz erstellt haben. Was bedeutet das? Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben von November 2016 bis Mai 2017 ihre Gemeinde analysiert, inwiefern die Werte Solidarität, Menschenwürde, ökologische Nachhaltigkeit, soziale Gerechtigkeit, Demokratie &Transparenz eingehalten und gelebt werden.
Mäder ist Gemeinwohlgemeinde

Es wurden die Bereiche Einkauf und Finanzdienst­leistungen unter die Lupe genommen, eine Befragung unter den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern durchgeführt und die eigenen Dienstleistungen analysiert. Der Umgang mit den Bürgerinnen und Bürgern sowie das gesellschaftliche Umfeld wurden ebenfalls durchleuchtet. Die Ergebnisse wurden in eine Bewertungsmatrix eingetragen und mit Nachweisen hinterlegt.

Was ist Gemeinwohlökonomie?
"Gemeinwohl-Ökonomie" bezeichnet ein Wirtschaftssystem, das auf gemeinwohlfördernden Werten aufgebaut ist. Menschenwürde, globale Fairness und Solidarität, ökologische Nachhaltigkeit, soziale Gerechtigkeit und demokratische Mitbestimmung sind dabei wesentliche Elemente.

Die Gemeinwohlökonomie soll eine Systemalternative zu Marktwirtschaft und Planwirtschaft sein und beruht auf einem Konzept von Christian Felber. In Vorarlberg gibt es bereits 27 gemeinwohl­zertifizierte Unternehmen (z.B. Müller-Wohnbau Altach, Dorfelektriker und Dorfinstallateur Götzis, Tectum GmbH Hohenems).  Mit Mäder und Nenzing haben nun auch die ersten zwei Gemeinden die Weichen Richtung Gemeinwohl gestellt.

Audit im Juli
Anfang Juli 2017 wurde die von der Gemeinde in mehreren Workshops erstellte Gemeinwohlbilanz einem Audit unterzogen. Zwei anerkannte Fachleute haben die gemachten Angaben und Bewer­tungen geprüft und hinterfragt. Als Ergebnis des Audits wurde ein Auditbericht verfasst, in dem besondere Stärken der Gemeinde als „Good Practice Beispiele“ hervorgehoben wurden. Für alle Teilbereiche wurde eine Punktezahl errechnet, aufgrund derer man able­sen kann, auf welchem Niveau sich das Gemeinwohldenken und -handeln in der Gemeinde bereits befindet. Mit 487 Punk­ten wurde bei der ersten Bilanz ein hervorragendes Ergebnis erzielt. In einem Nachfolgeaudit in 2 bis 3 Jahren soll dann geprüft werden, ob und wie sich die Gemeinde weiterentwickelt hat.

Projektbegleitung
Der gesamte Prozess wurde von Ulrike Amann und Gebhard Moser vom  Verein zur Förderung der Gemeinwohlökonomie begleitet (www.vorarlberg.gwoe.net).

Zertifikatsverleihung in Nenzing
Am 5. Oktober wurden in einem feierlichen Rahmen die Zertifikate von Christian Felber an die Gemeinden Nenzing und Mäder überreicht.

Gemeindwohlbericht
good-practice aus Sicht des Auditors

 

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