1. Neuigkeiten
  2. Eiserne Fische

Eiserne Fische

Ein Symbol für das Leben in seiner ganzen Vielfalt, Widersprüchlichkeit und Großartigkeit
Eiserne Fische
Die zwei eisernen Fische neben dem Zollamt Mäder

Neben dem Zollamt stehen seit einiger Zeit zwei eiserne Fische. Diese wurde als Teil eines Kunstobjektes geschaffen. Das Kunstobjekt ist im Zuge der 125-Jahr Feier der internationalen Rheinregulierung entstanden.

Die beiden Künstler sind auf die eine oder andere Art mit Mäder verbunden. Der Altacher Otto Sohm ist als Leiter des Flussbauhofes mit dem Rhein aufs Engste vertraut. Der Dornbirner Wolfgang Flor kennt Mäder seit Jahrzehnten, war er doch als Planer für den Grünordnungsplan in Mäder tätig.

Die Bedeutung wird in der zum Jubiläum herausgegebenen Broschüre wie folgt beschrieben:

„Die Eisernen Fische stehen für das Leben an sich. Fische sind Symbol für das Leben in seiner ganzen Vielfalt, Widersprüchlichkeit und Großartigkeit. Die eisernen Skulpturen stehen somit aber auch für die stetige Auseinandersetzung der Menschen im Rheintal mit ihrem Fluss. Hergestellt aus Elementen von Ackerbaupflügen wie Scharen und Zeche, Arbeitsgeräte wie Pickel und Zapin, sowie aus Elementen von Mähgerätschaften, verweisen die Fische auf alte Zeiten, als das Leben stark geprägt war von der ständigen Furcht vor Hochwasser und Überschwemmungen. Ein in Ketten gelegter Fisch macht zudem auf den nur scheinbar gezähmten Wildfluss aufmerksam, dem nur noch eintöniges Dahinfließen möglich ist. Neben Raubfischen erkennen wir Friedfische, die in eine nahe Zukunft verweisen. Vielleicht wird dem Rhein und damit auch kommenden Generationen schon bald etwas zurückgegeben. Dem Rhein eine Spur Wildheit, dem Menschen gemeinsam mit dem Fluss Sicherheit, Lebensraum und neue Qualität. Somit thematisiert dieses Kunstobjekt aufgeladen in der starken Symbolik der eisernen Fische, sowohl den ständigen Antagonismus der verschiedenen Kräfte, als auch die historische Dimension der Kulturlandschaft am Alpenrhein.“

Message