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Sozialprofil

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Überdurchschnittlich viele Menschen, vor allem Jungfamilien, sowohl aus dem abendländischen als auch aus dem islamischen Kulturkreis ziehen nach Mäder. Deshalb liegt das Durchschnittsalter der Bevölkerung weit unter dem Landesdurchschnitt. Trotzdem sind sich die Gemeindeverantwortlichen der demografischen Herausforderung bewusst. Auch die Integration stellt eine große Aufgabe dar. Mit der Erarbeitung und Umsetzung des Sozialprofils „Mäder - Ein Leben lang“ wurde ein wichtiger Schritt zum Einbezug der Bevölkerung getan.

Am 22. April 2002 beschloss die Gemeindevertretung einstimmig das Sozialprofil „Mäder – Ein Leben lang“. Über 300 MädererInnen arbeiteten daran mit.

In einem rund 100 Fragen starken Fragebogen wurden der Ist-Zustand und die Meinungen der Bevölkerung über das soziale Leben in Mäder erhoben. Anschließend wurden in Arbeitsgruppen zu den fünf Themenbereichen

  • „Unsere Kinder – Unsere Jugendlichen – Unsere Familien“,
  • „Wir leben miteinander – Wir brauchen einander“,
  • „Lebensqualität, die sich lohnt“,
  • „Älter werden in Mäder“ und
  • „Senioren- und Sozialzentrum“

Leitsätze sowie Maßnahmen zu deren Umsetzung erarbeitet. Diese Umsetzung erfolgt seither laufend. Die Leitsätze und die geleistete Arbeit werden immer wieder evaluiert.

Im Rahmen des Sozialprofiles „Mäder ein Leben lang“ wurde eine ganze Reihe Projekte umgesetzt.

Unter anderem findet ein jährlicher DANKESCHÖNABEND statt. Alle Menschen, die ehrenamtlich in Vereinen, Institutionen, Arbeitsgruppen und Projektteams, im Pflegebereich, auf der politischen Ebene oder privat (Zivilcourage) aktiv unseren Lebens- und Wohnraum und damit die Gemeinde Mäder mit gestalten, werden zu diesem Abend eingeladen. Sie sollen motiviert und ermutigt werden, sich weiterhin (möglichst über einen längeren Zeitraum) einzusetzen. Wesentliche Elemente des Dankeschönabends sind:

  • Dank der Gemeinde
  • Motivation zur ehrenamtlichen Mitarbeit
  • Sichtbarmachen des bürgerschaftlichen Engagements
  • Vernetzung der ehrenamtlich tätigen Menschen mit für sie wichtigen Institutionen und Menschen (z.B. Hauskrankenpflege und Mobiler Haushilfsdienst mit pflegenden Angehörigen)

Logo Mir häban zemmaEin weiteres Projekt ist der SOZIALFONDS „Mir häband zämma“.

In Mäder gab es bis zur Gründung des Sozialfonds keine Möglichkeit für Menschen, die durch das öffentliche soziale Netz fallen, finanzielle Hilfe zu bekommen. Gleichzeitig schien es notwendig eine erste, möglichst niederschwellige Anlaufstelle für Menschen, die Hilfe brauchen und Beratung suchen, zu schaffen. Durch den Sozialfonds kann:

  • unbürokratisch, rasch und anonym finanziell unterstützt werden, wenn alle anderen Möglichkeiten (Sozialhilfe etc) ausgeschöpft sind.
  • eine Notsituation überbrückt werden, bis eine beantragte Beihilfe gewährt wird.

Der Sozialfonds wird viel in Anspruch genommen. Als wichtig hat sich die Möglichkeit für Gespräche und Erstberatungen herausgestellt.

Grafik Älter werden in MäderEinen Schwerpunkt stellt das „Älter werden in Mäder“ dar:

Neben den vielen aktiven Projektgruppen (Seniorenwandern, Seniorentanz…), sind derzeit zwei Arbeitsgruppen mit der Konzeption neuer Angebote beschäftigt.

Die umfangreichen Aktivitäten wie die Förderung der Mobilität, der Bewegung, der Fitness, Geselliges, Tanzen, Hausbesuche, verschiedene Beratungen, Hauskrankenpflege, Weiterbildung, Spiritualität…sollen ausgebaut werden.

Eine Senioren-Service-Stelle soll  als  Koordinationsstellen für alle Mitbürger dienen und unsere Vereine und Institutionen (Krankenpflegeverein, MOHI, Pensionistenverband, Kneipp-Aktiv-Club, Frauenbewegung, Pfarre, und Sozialprofil „Mäder ein Leben lang“)  unterstützen.

Das Projektteam Seniorenservice erarbeitet ein Konzept für eine Senioren-Koordinationsstelle. Eine der Hauptaufgaben  der Projektgruppe war die Sammlung aller Angebote, die Koordination der bestehenden Aktivitäten, eine umfassende Information und Beratung in allen Bereichen für SeniorInnen, die Herausgabe eines SeniorInnen-Newsletters und die Einrichtung eines Treffpunktes für SeniorInnen. Das Projektteam arbeitet auf dieser Basis ein Konzept für eine Senioren-Koordinationsstelle aus.

Das Projektteam „Betreubares Wohnen“ hat ein Raumprogramm für ein Betreubares Wohnen in Mäder erarbeitet. Neben den Betreubaren Wohnungen sind auf jeden Fall eine Arztpraxis, sowie Räumlichkeiten für den Krankenpflegeverein mit Schwesternzimmer, Lager und Büro aber auch entsprechende Räumlichkeiten für den MOHI sowie ein Vereinssitzungszimmer vorgesehen. Angedacht werden außerdem auch ein Café, ein Gymnastikraum für BewohnerInnen der auch extern genutzt werden kann, sowie Räumlichkeiten für eine Apotheke. Derzeit  wird die Planungsausschreibung so vorangetrieben, dass im Frühjahr 2010 mit dem Bau begonnen werden kann.

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