1. Bürgerservice
  2. Ortsportrait
  3. Neuere Geschichte

Neuere Geschichte

Sandgrube

Flurgehölze und Sandgrube

1973 wurde vom Land Vorarlberg ein Landschaftsschutzgesetz erlassen. Die neue Landesstelle für Natur- und Landschaftsschutz fragte bei den Vorarlberger Gemeinden an, ob sie Landschaftsschäden haben, die es zu sanieren gelte. Die Gemeinde Mäder meldete die Abholzung der ehemaligen Rheinauen im Ausmaß von ca. 20 ha  als Landschaftsschaden an. Das Land ging auf das Mäderer Begehren ein, verlangte aber ein Gesamtsanierungskonzept über das Gemeindegebiet.

Bei der Suche nach einem Planer wurde man in Liechtenstein fündig: Mario Broggi konnte für die Aufgabe gewonnen werden. Daraus entwickelte sich eine Symbiose, die bis heute weiter besteht.

Ein Flurgehölzbepflanzungsplan wurde erarbeitet. Der Richtplan sah vor, ca. 80.000 Bäume und Sträucher auf rund 15 km Länge zu pflanzen. Der Raumbedarf wurde mit ca. 2% der Gemeindefläche ermittelt. Von Vorteil war, dass die damaligen Gemeindeverantwortlichen eine sehr aktive Bodenpolitik betrieben hatten und ein Großteil der geplanten Pflanzungen auf gemeindeeigenem Grund geplant werden konnte.

Der Flurgehölzbepflanzungsplan wurde zu über 90% auch in die Tat umgesetzt. Insgesamt wurden über 70.000 Bäume und Sträucher gepflanzt. Im Flurgehölzrahmenplan wurden viele andere landschaftsplanerische Anliegen ebenfalls aufgegriffen, so etwa die Rekultivierung einer gemeindeeigenen Kiesgrube („Sandgrube“) und deren Umwandlung in ein Erholungsgebiet, welches das erste Landschaftsschutzgebiet  Vorarlbergs wurde. Mit diesem landesweit erstmaligen Unterfangen hat sich die Gemeinde Mäder einen gewissen Ruf erarbeitet.

Zum 10jährigen Bestehen des Flurgehölzbepflanzungsplanes wurde ein Grünordnungsplan für den Siedlungsraum erstellt. Bereits im Flurgehölzrahmenplan wurde die Idee entwickelt, im Siedlungsgebiet  eine größere Natur- und Erholungsanlage zu platzieren. Damit wurde auch aufgezeigt, dass die Natur am Siedlungsrand nicht aufhört.

Der Grünordnungsplan hat drei Aufgaben:

  1. Die Gestaltung des Ortsbildes im Zusammenwirken mit dem Flächenwidmungs- und Verkehrsplan.
  2. Die Sicherung der Benutzbarkeit der Freiräume.
  3. Die Stärkung des Naturhaushaltes im Siedlungsgebiet.

Er beinhaltet damit die Voraussetzungen für die langfristige Erhaltung einer angemessenen Qualität der Umwelt.

Wenn man sich heute in Mäder „be-hag-lich“ fühlt, dann ist das eine Auswirkung der aufgrund dieser Planungen umgesetzten Maßnahmen.

Gemeindegremien und -Verwaltung

Für die Verwaltung einer Gemeinde sind laufend Entscheidungsprozesse notwendig. In Mäder versuchen wir möglichst vieles in der Gemeindearbeit mit Partizipation der Bevölkerung umzusetzen. Daher werden größere Projekte von offenen Planungsprozessen begleitet. Unserer Bevölkerung wird so die Möglichkeit geboten, ihren Lebens- und Wohnraum aktiv mit zu gestalten und ihre Bedürfnisse in die Gemeindearbeit einzubringen. Dadurch ist die Identifikation der Menschen, die mitarbeiten, mit der Gemeinde wesentlich höher geworden. Dieser Mitarbeiter wirken außerdem als MultiplikatorInnen in ihrem Lebensbereich. Die Ideen für Projekte und Aktivitäten sind vielfältiger geworden.

Behaglich fühlen in Mäder

Message