Pflegearbeiten an den Hochwasserschutzdämmen des Rheins
Die Internationale Rheinregulierung (IRR) reduziert Baum- und Strauchgruppen.
Die Hochwasserschutzdämme entlang des Rheins sind teilweise massiv mit Bäumen und Strauchgruppen bewachsen. Dies kann die Dammstabilität gefährden. (Abb 1)
Zu starker Bewuchs verursacht Gefährdungen
Bäume verursachen mit ihren Wurzeln gefährliche Hohlräume. Zudem bietet der abschnittweise dichte Bewuchs Lebensraum für grabaktive Tiere die innerhalb der Dämme ein weitreichendes Höhlensystem anlegen. Das in diesen Hohlräumen durchfließende Wasser bewirkt einen Abtrag von Erdmaterial, wodurch der Damm geschwächt und beschädigt wird. Sofern die Bäume umfallen, reißen die Wurzeln den Dammkörper auf. Das offen daliegende Erdmaterial wird erodiert.
Aus ökologischer Sicht
Die bestehenden Hochwasserdämme am Rhein sind potentielle Standorte für Magerwiesen. Diese durch unterschiedliche, aber mehr oder weniger extensive Bewirtschaftung entstandenen Pflanzengesellschaften sind im Rheintal sehr selten und die noch erhaltenen Bestände daher von hohem ökologischem Wert. (Auszug aus „Bestandserhebung von Flora und Vegetation der Rheindämme“, Umweltbüro Grabher)
Die Maßnahmen zur Dammpflege
Aus diesen Gründen ist von der Internationalen Rheinregulierung, Bauleitung Lustenau, geplant, in den kommenden Jahren die Gehölzpflege entlang des österreichischen Rheindammes zwischen der Illmündung und dem Bodensee zu verstärken. Grundlage dafür ist ein umfassendes Pflegekonzept, das mit Behörden, Gemeinden, Grundbesitzern und Interessensvertretern abgestimmt wurde.
Bereits in der Winterperiode 2011/12 wird mit der Reduktion des Baumbestandes auf den Hochwasserschutzdämmen begonnen werden. Die Arbeiten werden unter Berücksichtigung von forst- und naturschutzrechtlichen Vorgaben durchgeführt.
Ziel der Pflegemaßnahme ist es, die Dammstabilität zu sichern, die laufende Dammüberwachung zu erleichtern, sowie weitere Magerwiesenstandorte an den Rheindämmen zu initiieren. Bei Fragen zu den Maßnahmen wenden Sie sich bitte an www.rheinregulierung.org / Tel: 00436646255793
INTERNATIONALE RHEINREGULIERUNG
DI Martin Weiß, österr. Rheinbauleiter
