.„Heiraten? Warum eigentlich? Oder warum eigentlich nicht?“

Mit den Gemeindevertretreterinnen Marlene Sandholzer, Sultan Bayrak und Siegrid Pescoller hat sich unlängst auch in Mäder ein Frauennetzwerk* formiert, das sich zum Ziel gesetzt hat, die Anliegen der Frauen zu vertreten. Am vergangenen Dienstag hat eine erste Info-Veranstaltung zum Thema: „Heiraten? Warum eigentlich? Oder warum eigentlich nicht?“ mit der Familienrechtsexpertin Katja Matt stattgefunden, die sehr gut besucht war. Auch die Frauensprecherin der Kummenbergregion Kiki Karu, der Bürgermeister Rainer Siegele und die Gemeindevorständin Cornelia Losert waren unter den Anwesenden.
.„Heiraten? Warum eigentlich? Oder warum eigentlich nicht?“

Frauennetzwerk Mäder

Zusammenleben bedeutet heutzutage nicht unbedingt mehr, dass man auch heiraten will. Viele vergessen dabei aber, welche rechtlichen Folgen dies hat. Und – gerade im Hinblick auf eine Trennung bzw. Scheidung oder Tod – hat dies oft sehr gravierende Auswirkungen, insbesondere oft auf die Frauen. Matt stellte in ihren Ausführungen über das Ehe- und Partnerschaftsrecht klar, dass eine Ehe unvergleichbar mehr Vorteile in rechtlicher und finanzieller Hinsicht hat, als eine Lebenspartnerschaft. Man kann zwar durch Verträge einiges in der Lebenspartnerschaft absichern und klären, jedoch bietet die Ehe unter vielerlei Aspekten weitreichendere Vorteile. Beispielsweise hat der unverheiratete Partner bei einer Trennung keinerlei Anspruch auf Unterhalt für sich, und auch im Erbrecht ist der Lebensgefährte nicht vergleichbar mit dem Ehepartner. „Armut ist nach wie vor weiblich. Und gerade auch Kinder Alleinerziehender sind armutsgefährdet. Daher ist es fundamental, sich rechtzeitig zu informieren und sich bewusst zu entscheiden“, so die Frauensprecherinnen unisono.

*Das Frauennetzwerk Vorarlberg ist ein parteiunabhängiges landesweites Netzwerk, zu dem sich Frauensprecherinnen aus acht Vorarlberger Regionen zusammengeschlossen haben. Sie wollen die gesellschaftspolitische Mitsprache und die persönliche Lebensqualität von Frauen durch Information und Vernetzung verbessern. 

Kontakt in Mäder: Marlene Sandholzer (marlenesandholzer@a1.net)

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